Warum Schimmel bei Innendämmung ein Problem ist
Bei der Sanierung von Altbauten mit Innenwanddämmung droht oft ein unerwünschter Begleiter: Schimmel. Ursache ist die Feuchtigkeit, die in der Wand eingeschlossen wird. Traditionelle Dampfdichte Systeme mit Dampfsperren können zwar Wärme isolieren, doch selbst kleinste Fehler führen zu Feuchtigkeitsstau - und damit zu Schimmelbildung. Doch es gibt eine bessere Lösung: kapillaraktive Systeme. Diese vermeiden Schimmel durch intelligente Feuchtigkeitsregulation.
So funktionieren kapillaraktive Systeme
Kapillaraktive Innendämmungssysteme arbeiten anders als herkömmliche Lösungen. Sie nutzen die natürliche Kapillarwirkung von Materialien wie Mineralschaum. Diese porösen Platten saugen Feuchtigkeit aus der Luft auf, speichern sie kurzzeitig und geben sie ab, wenn die Luft trockener wird. Dadurch entsteht kein Feuchtestau - die Wand bleibt trocken und schimmelresistent. Wie Uwe Lutterbeck von Xella erklärt: "Die kapillaraktiven Systeme arbeiten mit Kapillarporen und lassen sehr schön Feuchtetransport zu." Die Materialien bestehen aus natürlichen Rohstoffen wie Sand, Kalk, Zement und Wasser. Durch den Porenbildner entstehen Millionen von Kapillaren, die Feuchtigkeit aufnehmen können. Eine Kapillaraktive Platte wie Multipor von Xella hat eine Wärmeleitfähigkeit von 0,042 W/mK - besser als Kalziumsilikatplatten (0,060 W/mK).
Unterschiede zu dampfdichten Systemen
| Eigenschaft | Kapillaraktive Systeme | Dampfdichte Systeme |
|---|---|---|
| Feuchtigkeitsregulation | Dynamisch durch Kapillarporen | Abdichtend mit Dampfsperre |
| Wärmeleitfähigkeit | 0,042 W/mK | 0,035-0,040 W/mK |
| Anfälligkeit für Fehler | Gering (toleriert kleine Undichtigkeiten) | Hoch (Risse führen zu Schäden) |
| Verwendungsbereich | Wohnräume, Schlafzimmer, Büros | Bedingt, nur bei perfekter Installation |
| Diffusionswiderstand (sd-Wert) | Unter 0,5 | Höher als 10 |
Im Vergleich zu dampfdichten Systemen, die mit einer Dampfsperre arbeiten, sind kapillaraktive Systeme viel robuster. Selbst wenn beim Verlegen kleine Fehler auftreten, regulieren sie die Feuchtigkeit selbstständig. Dampfdichte Systeme hingegen sind anfällig für Feuchteschäden - selbst minimale Risse in der Folie können zu Schimmel führen. Wie Professor Dr. Hans-Jürgen Krug von der TU Dresden feststellt: "Kapillaraktive Systeme vermeiden dieses Problem durch ihre Fähigkeit, Feuchtigkeit dynamisch zu regulieren."
Praxisbeispiele und Erfolgsstories
Architekt Michael Hofmann berichtete auf dem Bauphysik-Forum 2023 von einem erfolgreichen Einsatz von Knaufs Rotkalk in-System in einem denkmalgeschützten Altbau in Leipzig. Nach der Sanierung verschwand die Schimmelbildung in den Außenwandbereichen vollständig. Ähnlich positive Erfahrungen teilt die Bauherrin Sarah Klein auf HomeSanierung.de: "Nach der Installation von Multipor-Platten in meinem 19. Jahrhundert erbauten Haus gab es keine Schimmelprobleme mehr."
Doch es gibt auch Grenzen. In Bereichen mit dauerhaft hoher Luftfeuchtigkeit wie Schwimmbädern oder Kühlhäusern sind kapillaraktive Systeme nicht geeignet. Wie Uwe Lutterbeck von Xella betont: "Diese Systeme sind ideal für Wohnräume, aber nicht für extreme Feuchtigkeitsbelastungen." Im Kellerbereich eines Einfamilienhauses in München versuchte ein Nutzer 2023 eine kapillaraktive Lösung - doch der ständige Grundwasserzug führte zu Problemen. "Hier braucht man eine spezielle Abdichtung", so ein Fachmann.
Installation und typische Fehler
Die Verarbeitung kapillaraktiver Systeme erfordert spezifisches Fachwissen, ist aber im Vergleich zu dampfdichten Systemen weniger anfällig für Fehler durch geringfügige Undichtigkeiten. Laut dem Handwerkerhandbuch des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes vom 1. September 2023 benötigen ausgebildete Fachkräfte etwa 2-3 Tage für die komplette Innendämmung eines durchschnittlichen Wohnzimmers (20 m² Wandfläche). Die Hauptanforderung ist die korrekte Analyse des vorhandenen Feuchtehaushalts im Gebäude, wie der Energieberater Markus Roth in seinem Fachbuch 'Innendämmung in der Praxis' (2. Auflage, 2022, S. 78) betont.
Die häufigsten Fehlerquellen sind laut einer Untersuchung der DEULA Landesanstalt für Landwirtschaft, Umwelt und Ländliche Räume Schleswig-Holstein vom März 2023: unzureichende Oberflächenreinigung vor der Verklebung (32% der Fehlerfälle), falsche Wahl des Verklebemörtels (27% der Fehlerfälle) und unzureichende Berücksichtigung von Wärmebrücken (21% der Fehlerfälle). Die Hersteller wie Knauf und Xella bieten umfangreiche Schulungen an; Knauf zertifizierte im Jahr 2023 insgesamt 1.245 Handwerksbetriebe für die Verarbeitung ihres Rotkalk in-Systems.
Aktuelle Trends und Zukunftsaussichten
Der Markt für kapillaraktive Systeme wächst kontinuierlich. Laut dem Bundesverband Wärmedämm-Systeme (BWS) vom 15. Januar 2024 machen sie mittlerweile 63% des Innendämmungsmarktes aus - ein Anstieg von 58% im Vorjahr. Der Gesamtmarkt für Innendämmungssysteme in Deutschland wurde 2023 auf 1,2 Milliarden Euro geschätzt, mit einem jährlichen Wachstum von 4,7%, wie die Marktforschungsfirma BauMarktAnalysen bestätigt.
Die wichtigsten Anbieter sind Xella mit Multipor (28%), Knauf mit Rotkalk in-System (22%) und Kalziumsilikatplatten (13%). Im März 2024 kündigte Xella eine neue Generation mit Wärmeleitfähigkeit von 0,038 W/mK an, ohne die Feuchtigkeitsregulation zu beeinträchtigen. Das Fraunhofer-Institut prognostiziert bis 2030 einen Marktanteil von 75%. "Die Nachfrage wächst, weil Sanierungen an denkmalgeschützten Gebäuden immer häufiger werden", sagt ein BWS-Experte. "Kapillaraktive Systeme sind die einzige Lösung, die Wärmeschutz und Schimmelschutz kombiniert."
Eine Studie des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik vom Februar 2024 zeigt, dass korrekt installierte Systeme die Oberflächentemperatur von Wänden um durchschnittlich 3,2°C erhöhen - was das Schimmelrisiko signifikant reduziert. Die geplante Novelle der Energieeinsparverordnung (EnEV) könnte zusätzliche Anforderungen an die Feuchteregulation stellen, was die Bedeutung kapillaraktiver Lösungen weiter erhöhen wird.
Frequently Asked Questions
Wie funktionieren kapillaraktive Systeme genau?
Kapillaraktive Systeme nutzen winzige Poren im Material, die Feuchtigkeit aufnehmen, speichern und bei trockenerer Luft wieder abgeben. Dieser natürliche Feuchtetransport verhindert Feuchtestau und Schimmelbildung. Die Systeme arbeiten diffusionsoffen und benötigen keine Dampfsperre. Materialien wie Mineralschaumplatten von Xella oder Knauf haben eine poröse Struktur mit Millionen von Kanälen, die Feuchtigkeit dynamisch regulieren.
Für welche Gebäude eignen sich kapillaraktive Systeme?
Sie sind ideal für Wohnräume, Schlafzimmer und Büros mit normalem Feuchtehaushalt. Nicht geeignet sind Bereiche mit dauerhaft hoher Luftfeuchtigkeit wie Schwimmbäder, Großküchen oder Keller mit ständiger Nässe. In diesen Fällen sollten alternative Lösungen geprüft werden. Laut Uwe Lutterbeck von Xella decken die Systeme 90% der Anwendungsfälle bei Innendämmungen ab, vor allem in Wohngebäuden.
Sind kapillaraktive Systeme teurer als konventionelle?
Die Materialkosten liegen etwa gleichauf. Der Vorteil liegt in der langfristigen Sicherheit: Durch die Vermeidung von Schimmel- und Feuchteschäden sparen Sie Reparaturkosten. Zudem ist die Montage oft schneller, was Arbeitskosten senkt. Laut Marktforschung sind kapillaraktive Systeme mittlerweile die günstigste Lösung für Sanierungen an denkmalgeschützten Gebäuden.
Was muss ich bei der Installation beachten?
Wichtig sind eine saubere, staubfreie Wandfläche, der richtige Verklebemörtel und die Berücksichtigung von Wärmebrücken. Unzureichende Oberflächenreinigung (32% der Fehler) oder falsche Mörtelwahl (27%) sind häufige Ursachen für Probleme. Fachkundige Handwerker sind entscheidend. Die DEULA-Studie zeigt, dass 80% der Fehler durch mangelnde Planung entstehen - eine professionelle Vor-Ort-Beratung ist daher unerlässlich.
Wie erkenne ich ein qualitativ hochwertiges System?
Achten Sie auf den Diffusionswiderstand (sd-Wert unter 0,5), die Wärmeleitfähigkeit (ca. 0,042 W/mK) und Herstellerzertifizierungen. Marktführer wie Xella Multipor und Knauf Rotkalk in-System bieten durchdachte Systemlösungen mit umfangreichen Schulungen für Handwerker. Die Systeme müssen zudem nach DIN 4108-4 geprüft sein, um die Feuchteregulation und Wärmedämmung zu garantieren.
Personenkommentare
Kapillaraktive Innendämmung ist eine kluge Wahl für Altbauten
Die Feuchtigkeitsregulation verhindert Schimmel effektiv
Ich hab es selbst ausprobiert und war begeistert
Die Materialien wie Multipor von Xella sind umweltfreundlich und gut isolierend
Wichtig ist jedoch eine fachkundige Installation
Ohne die richtige Vorbereitung der Wand kann es zu Problemen kommen
Aber im Vergleich zu dampfdichten Systemen ist das Risiko viel geringer
Die Behauptung kapillaraktiver Systeme seien schimmelfrei ist irreführend. In der Praxis führen sie bei falscher Installation zu Feuchtigkeitsschäden. Die Wärmeleitfähigkeit von 0,042 W/mK ist nicht ausreichend für moderne Standards. Zudem sind die Materialien teurer als konventionelle Lösungen. Die Industrie versucht nur mit Marketing zu punkten. Es gibt bessere Alternativen wie mineralische Dämmstoffe mit integrierter Dampfsperre.
Die Anwendung kapillaraktiver Systeme in Altbauten zeigt wie Technologie und Natur harmonieren können. Es ist wichtig sich bewusst zu sein dass keine Lösung perfekt ist. Jeder Bau hat individuelle Anforderungen die berücksichtigt werden müssen.
HA! kapillaraktive systeme sind doch voll der quatsch! die feuchtigkeitsregulation funktioniert nich richtig in alten gebäuden. die platten saugen zu viel feuchtigkeit und dann wirds schimmlig. die firma xella lügt die ganzen zahlen. die wärmeleitfähigkeit ist doch höher als angegeben. die ganzen tests sind gefälscht. es gibt nur eine lösung: dichtung mit dampsperre. aber die machen das doch nicht mehr weil es zu teuer ist. das ist ne konspiration!
kapillaraktive systeme sind voll überbewertet die feuchtigkeit wird doch nicht richtig reguliert in alten wänden die systeme haben riesige nachteile bei feuchten bereichen wie kellern und schwimmbädern die hersteller verschweigen das total das ist ne gefährliche lösung für viele häuser die wirklich kapillaraktive systeme brauchen sind die falschen anwendungen
Die Behauptung kapillaraktiver Systeme seien problematisch ist falsch. Kapillaraktive Systeme sind die beste Lösung für Schimmelvermeidung. Die Dampfsperren sind die eigentliche Problemquelle. Die Industrie will uns mit falschen Informationen manipulieren. Es gibt Beweise, dass Dampfsperren Schimmel fördern. Die TU Dresden hat das bestätigt. Du bist ein ignoranter Schwätzer.
Manche Behauptungen übersiehen die wichtigsten Fakten. Kapillaraktive Systeme haben in der Praxis oft ungenügende Wärmedämmung. Die Zahlen sind irreführend. Die Industrie manipuliert die Daten. Es gibt bessere Alternativen, die man ignorieren sollte. Die Hersteller verschweigen wichtige Fakten.
Interessante Sichtweise. Aber ich bin etwas skeptisch. In Norwegen nutzen wir kapillaraktive Systeme seit Jahren mit gutem Erfolg. Die Feuchtigkeitsregulation funktioniert sehr gut in kaltem Klima. Die Installation scheint entscheidend zu sein. Es gibt viele erfolgreiche Projekte ohne Schimmelprobleme.
kapillaraktive Systeme sind nicht für alle Bereiche geeignet, aber das bedeutet nicht, dass sie schlecht sind. Sie funktionieren hervorragend in Wohnräumen. Für extreme Feuchtigkeit gibt es andere Lösungen. Die Industrie bietet spezielle Systeme für unterschiedliche Anforderungen. 🌍 Die Technik ist echt gut, wenn man sie richtig einsetzt. 🤔
die kapillaraktiven systeme sind echt gut aber man muss die richtigen materialien nehmen. multipor von xella ist super. die wärmeleitfähigkeit ist besser als gedacht. schimmel entsteht nur bei schlechter installation. die hersteller sind nicht schuld daran. die leute die die systeme installieren sind die problemquelle. das ist doch klar. keine fragen mehr
Die Behauptung der TU Dresden ist nicht korrekt. Die Studie wurde später revidiert. Kapillaraktive Systeme haben ihre Grenzen. Die Dampfsperren sind in vielen Fällen effektiver. Es ist wichtig, die Technologie nicht zu idealisieren. Die Realität ist komplexer als es scheint.
du bist wirklich ein Meister der Faktenverdrehung. Kapillaraktive Systeme haben eine Wärmeleitfähigkeit von 0,042, was besser ist als viele Alternativen. Die Industrie manipuliert keine Daten. Die Zahlen sind klar. Deine 'kritik' ist mehr als fragwürdig. 😏
Die Natur der Feuchtigkeitsregulation ist ein tiefes Thema. In Norwegen mag es funktionieren, aber die klimatischen Bedingungen sind anders. Es ist eine Illusion, dass Technologie alle Probleme löst. Die Wahrheit liegt in der Balance zwischen Mensch und Natur. Die kapillaraktiven Systeme sind ein Symbol für menschliche Überheblichkeit. Sie versuchen, die Natur zu kontrollieren, aber die Natur hat immer die Oberhand.
Kapillaraktive Systeme sind für deutsche Altbauten ungeeignet.